Ein Frühlingsgedicht

Der Herbst des Gitarristen

gitarristen träumen
von verwunschnen bäumen
die sie kahl im winter sehn
die im frühling knospen und den sommer über
gnädig schattenspendend stehn
nach langer zeit werdn sie gefällt
werden tische bänke balken wie bestellt
der beste teil wird zu nem instrument
das das leben kennt
stahl kann stützen stahl kann töten
aber auch klar klingen
lass die saiten von der zukunft der vergangnen träume singen

Anfänge 3

Gedanken. Ganz schwierig. Wie trennt man sie von Gefühlen, deren Ursache unheimlich ist, auch dann wenn man sie erklären kann? Es gelingt nicht, den Gefühlen mit Hilfe der Gedanken ihre Macht zu nehmen.

Oder fehlen die Gedanken, um die Gefühle, auch gerade die guten, erklären oder auch nur zu beschreiben?

Oder  fehlen die Worte, die die Gedanken, die die Gefühle beschreiben könnten, wenn es Worte dafür gäbe?

Oder beißt sich hier eine Schlange grinsend in den Schwanz? Vielleicht Kundalini, die sich irgendwann in Dir aufrichtet?

Anfänge 2

Klänge. Klarer als Farben und schärfer. Aber schwerer zu beschreiben, wenn man sie nicht gerade hört. Wichtig: Man hört gleichzeitig die Mischung, die einzelnen Zutaten und die Töne! Unverwechselbar sind sie vor allem für den, der ganz genau hinhört – auch zwischen die Töne, in die Pausen.

Anfänge 1

Farben. Erst wird es plötzlich hell und dann – grau? Wenn es zu hell ist, siehst du zu wenig, weil du deine Augen zukneifen musst, um überhaupt etwas zu erkennen. Wenn es für die Augen nicht anstrengend ist, befindest du dich in einem Zwielicht jenseits der Dunkelheit, diesseits der Dämmerung, ohne zu wissen, wie wirklich die Farben sind, die du wahrnimmst.